International Music (DE)

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Samstag

»Also pass auf: Ich war ein Mensch, der im Schlaf geträumt hat, dass er eine Ente ist!«, so beginnt ein Sketch von Karl Valentin, in dem sich der Protagonist drei Minuten lang darüber beschwert, aufgeweckt worden zu sein, bevor er im Traum als Ente einen Wurm fressen konnte. Willkommen in der fabelhaften Welt der Ente, willkommen zum zweiten INTERNATIONAL MUSIC-Album mit dem fantastischen Titel »Ententraum«. Peter Rubel, Pedro Goncalves Crescenti und Joel Roters wurden in diesem mehr als einstündigen Psychedelic-Rock-Trip beim kollektiven Träumen glücklicherweise von niemandem gestört. Die Musik dieses Traums klingt so, als hätten die Beatles ihre Inspiration für das Weiße Album nicht nur in Indien, sondern auch bei einem schottischen Dudelsackvirtuosen gesucht. Alles in diesem surrealen Ententraum ergibt sofort Sinn, wenn die Band zum Chorgesang anstimmt. Der für INTERNATIONAL MUSIC so typische Harmonie-Gesang, der immer so klingt, als singen THE BYRDS gerade zusammen mit Ian Curtis. Sixties-Pop und 80er Jahre Postpunk in einer vollkommen stimmigen Melange. Flowerpower in einer Welt aus Beton und Glasfaserkabeln. Am treffendsten bringt es die Band selbst im Song »Misery« auf den Punkt: »Die Sprache ist eklektisch. As you and me!« Doch sobald der Chorgesang aufblüht, ist die Band über »All this misery« komplett erhaben. Das Herz geht einem auf – und das ohne jeden Deutschrock-Pathos!

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